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Es gehört für gelingendes Leben dazu, das in Schule, Studium und aus eigener Lebenserfahrung erworbene Wissen mit Lesen guter Beispiele zu messen und zu mehren. Trustethos hilft auch hier, um von den Lebenserfahrungen und spirituethischer Einstellung Wissen und Erkenntnisse vorbildlicher, auch historischen “Meistern” auch menschlich zu gewinnen.

Einige der vielen Vorbilder mit für KSG wesentlichem Sein finden Sie nachfolgend kurzgefasst - versehen mit weiterführenden Links:

  1. Alfons Auer, war ein an der Universität Tübingen herausragender Moraltheologe. Trotzdem er der päpstlichen Order gehorsam folgen und damit auch als Dekan Professor Küng die Lehrerlaubnis entziehen musste, ist er wertschätzender Doktorvater für Herrn Dr. Funk gewesen. Auch für die KSG ein wertgeschätzter Wissenschaftler. Hier veröffentlicht ist der Aufsatz "Gibt es eine Ethik ohne Religiosität", den Auer anlässlich des 75. Geburtstags von Erich Fromm auf Veranlasung seines Assitenten Funk 1975 gehalten hat.

  2. John D. Rockefeller Sr., US-amerikanischer und zu Lebzeiten sehr christlich eingestellter Unternehmer, erster Milliardär der Weltgeschichte und reichster Mensch der Neuzeit. Er war ein guter Lehrling, später dann Unternehmensgründer und Gestalter des komerziellen Erdölgeschäfts. Aus diesem ging 1870 die Standard Oil Company hervor. Er folgte, was ihm einst sein Pastor riet: "Verdiene Geld, verdiene es ehrlich und spende es weise. Hintergrundinformationen, eine hervorragende Biographie sowie wichtige SMs zu dieser Persönlichkeit finden Sie hier.

  3. Alfred Herrhausen, deutscher Bankmanager und Vorstandssprecher der Deutschen Bank. Unter seiner Führung stieg die Deutsche Bank durch strategische Umstrukturierungen und Zukäufe in die Spitzengruppe der internationalen Geschäftsbanken auf. Siehe dazu auch die SM 06119.

  4. Heinz Maier-Leibniz, deutscher Physiker und Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Wir lernten von ihm, "wie richtig zu entscheiden" und spendeten der ZU das LEIZ, um dieses Wissen den Studierenden dort zu vermitteln. Alles auf der Basis von Erich Fromms Charakterkunde. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

  5. Kazuma Tateisi, Gründer des japanischen Unternehmens Omron. Sein Thema ist es, mit Kunden und einfachen Firmenangehörigen zu sprechen, um zu erfahren, was das Lernen im mittleren Management bremst. Vor allem dabei erfahren, was der Kunde wirklich will und dieses Wissen priorität nutzen. Dies wurde exemplarisch bei HUAWEI realisiert; aber auch missverstanden. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

  6. Prof. Götz W. Werner, Gründer und Aufsichtsratsmitglied des Unternehmens dm-drogerie markt, dessen Geschäftsführer er als echter Anthropologe 35 Jahre lang war.
    Vertrauen geben war sein Mantra. Er gab primär feste Lohnversprechen und die Verkäufer leisteten dann auch. Sonst denkt man umgekehrt: Erst leisten, dann zahlen.
    Von Oktober 2003 bis September 2010 leitete Werner das Interfakultative Institut für Entrepreneurship am Karlsruher Institut für Technologie. Prof. Werner hat sein Unternehmen so entwickelt, dass Kooperation und Fairness zu notwendigen Faktoren der Unternehmenskultur wurden. Kritiker, die Gewinnstreben, Fairness und Menschlichkeit für einander widersprechende Werte halten, werden dadurch nachweisbar widerlegt. 2003 wurden Götz W. Werner mit dem Deutschen Fairness Preis der Fairness-Stiftung ausgezeichnet. Götz W. Werner ist auch aktiv im Beirat der Erich Fromm Stiftung in Tübingen.

  7. Andreas und Thomas Strüngmann sind die Gründer des Pharmaunternehmens Hexal aus Holzkirchen in Oberbayern. Andreas Strüngmann ist Arzt, Thomas Strüngmann ist Betriebswirt und Marketing-Fachmann.
    Im Februar 2005 verkauften die Brüder das Unternehmen mitsamt ihrem Anteil von 68 Prozent an Eon Labs für 7,5 Milliarden US-Dollar an Novartis. Über ihre Beteiligungsgesellschaften Santo Holding und Athos Service GmbH halten die Gebrüder Strüngmann größere Anteile an Firmen im Biotech- und Gesundheitsbereich.
    Im Juli 2008 unterzeichneten die Brüder einen Kooperationsvertrag mit der Max-Planck-Gesellschaft zur Gründung eines privaten Forschungsinstituts, das sich medizinisch-naturwissenschaftlichen Projekten – vornehmlich auf dem Gebiet der kognitiven Neurowissenschaften – widmen soll.
    Das mit mehr als 200 Mio. Euro ausgestattete Institut ist eine assoziierte Forschungseinrichtung der Max-Planck-Gesellschaft. An dem 2008 gegründeten Unternehmen Biontech war das Family Office von Andreas und Thomas Strüngmann mit einem Startkapital von rund 180 Millionen US-Dollar beteiligt. Noch im Juli 2020 gehören etwa 50 Prozent an Biontech der Vermögensverwaltung der beiden Unternehmer.
    2005 wurden die Brüder Strüngmann mit dem Deutschen Fairness Preis der Fairness-Stiftung ausgezeichnet.

  8. Unternehmerfamilie Leibinger (Trumpf Group).
    Seit Prof. Dr. Berthold Leibinger (1930-2018) die Führung des Unternehmens übernahm, ist eine faire, sozial engagierte und integrativ kultivierte Unternehmens- und Führungskultur ausgeprägt worden. In beeindruckender Weise wurde dreierlei erfolgreich miteinander vereint: technische und technologische Innovation, ökonomischer Erfolg und standhafte Krisenbewältigung sowie eine auf Partnerschaft und Fairness begründete Kunden- und Mitarbeiterorientierung.
    Was für uns eindrucksvoll bleibt, war Leisingers Aussage: "Die führenden Angehörigen müssen nur die zehn Gebote kennen und richtig verstehen, dann braucht man eigentlich keinen Firmenwert-Katalog".
    Und seine Tochter Frau Dr. Nicola Leibinger-Kammüller als inzwischen hochgeachtete Geschäftsführerin, gab Karl Schlecht bei einer Weltethos-Beiratssitzung auf spezifische Frage ganz spontan die für die KSG Leadership bedeutende und beispielgebende Antwort: "Ich habe Erfolg, weil ich die Menschen liebe."

  9. Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell (1941-2016) war fast 40 Jahre lang in der achten Generation Vorstandsvorsitzender des Schreibwarenherstellers Faber-Castell. 2007 erhielt er den Deutschen Fairness Preis der Fairness-Stiftung. In der Preisurkunde hieß es dazu: „Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell unternimmt enorme Anstrengungen, um in einem partizipativen Prozess Mitarbeiter in aller Welt mit Kompetenz, mit Marken- und Kundenbewusstsein sowie mit kommunikativen Fähigkeiten auszustatten.
    Dabei bindet er sich nach wie vor in alle wesentlichen Prozesse selbst ein, interessiert sich für Details und die großen Linien und ist selbst durch nahezu ständiges weltweites Reisen die verkörperte Verbindlichkeit in seinem Unternehmen zwischen allen Stakeholdern.

  10. Thomas Jorberg, Wirtschaftswissenschaftler und Vorstandssprecher der GLS-Bank, engagiert sich auch seit 2005 als Aufsichtsratsvorsitzender der Elektrizitätswerke Schönau Verwaltungs GmbH sowie seit 2009 als Aufsichtsratsmitglied der Hannoverschen Kassen.
    Die GLS Bank legt vorrangig Wert auf eine sozialökologische Ausrichtung. Ihr Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft und unserer Lebensgrundlagen mit Geld als ein soziales Gestaltungsmittel.
    Dies für seine Werte schaffende Zahlungsfunktion beim Leihen und Finanzieren, Stiften und Schenken. Also um menschlich, zukunftsweisend und ökonomisch zugleich aktiv zu sein. 2011 erhielt Jorberg den Deutschen Fairness-Preis.

  11. Albert Einstein
    Für mich als Stifter, der dem naturwissenschaftlichen Denken lebenslang hoch verbunden war, ist Albert Einstein ein Mensch von besonderer Bedeutung. Als großer, hier geborener Physiker war er mir ein wissenschaftliches Vorbild, wie auch der Nuklearphysiker Prof. Maier-Leibniz (mein Verbindungsbruder an der Universität Stuttgart - siehe dazu SM 180129). Einstein hat persönliche Eigenschaften, wie der hier erwähnte, jetzt 100-jährige Benjamin Ferencz ("Sag immer DEINE Wahrheit"), was genetisch veranlagte Lern-Leidenschaft und auf dem Weg zum Guten schlechthin "nie aufzugeben" betrifft.
    Weil er wie Erich Fromm und Benjamin Ferencz aus einer jüdischen Familie stammt (sich aber nach außen nicht als Jude offenbarte) ist er auch ein Weltbürger ähnlich wie ich deren Weltanschauung ausrichtete auf eine Ur-Ethik. Das ist "Mensch sein". Es meint die quasi "kosmisch" - im christlichen Ausdruck in uns als göttlich-genetisch angelegte Disposition zum geheimnisvollen Lebens-Geschenk.
    Einstein schreibt darüber: "Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzte Bewunderung der Struktur der Welt, soweit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann". ...
    „Das Wort Gott ist für mich als Naturwissenschaftler nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen
    . Die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden."
    "Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Inkarnation des primitiven Aberglaubens. Und das jüdische Volk, zu dem ich gern gehöre und mit dessen Mentalität ich tief verwachsen bin, hat für mich doch keine andersartige Qualität als alle anderen Völker."

    Finden kann man das auch im konfuzianischen "spiritual humanism (= learn to be human)". Darauf baut dann die von Küng mit Weltethos bezeichnete uralte Idee, was im Kern zum Wohle des Menschen gerichtete religiöse Streben bezwecken soll -> Vertrauen im Miteinander schaffen.

    Leider historisch extrem immer wieder ausgleitend in das böse Gegenteil bis hin zu Mord als Gottesdienst, wie dem Spezies Mensch wohl auch - instinktiv? - genetisch mitgegeben. Beim vatikanischen Klerus die bis heute noch praktizierte Inquisition. Deren Opfer waren Küng, R. Lay, Teilhard de Chardin u.v.A.

    Einsteins für uns bei der KSG sehr eindrucksvolle Lebens- und Leidensgschichte, schrieb kurz zusammengefasst Michio Kaku 2012, kopiert aus "Denkanstöße 2012". Sie ist hier zu finden. Erwähnt ist dort auch sein Kollege, der große deutsche Physiker-Nobelpreisträger Werner Heisenberg. Von ihm lernte ich durch Erwin Teufel den Ausspruch "Die Probleme der Zukunft sind nicht Fragen der Technik, sondern Fragen der Ethik" (siehe SM 140210).

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